The Voices

Der mit Schizophrenie diagnostizierte Jerry (Ryan Reynolds) arbeitet in einer Badewannen-Fabrik in einer US-amerikanischen Kleinstadt. Er nimmt den Rat seiner Psychiaterin (Jacki Weaver) an, Anschluss an die ihn umgebende Gemeinschaft zu suchen und ignoriert ihre Weisung, regelmäßig seine Medikamente zu nehmen. Aus diesem Grund lebt Jerry in seiner eigenen bunten Welt und spricht nicht nur mit seinem Hund Bosco und seinem Kater Mr.Whiskers, sie antworten ihm auch. Um sein neues „normales“ Leben voran zu treiben, verabredet er sich mit der in seinen Augen engelsgleichen Kollegin Fiona (Gemma Arterton), die ihn zunächst versetzt. Als das Date durch Zufall doch noch stattfindet, endet es in einem Autounfall und darin, dass Jerry seine Angebetete auf unglückliche Weise umbringt. Um seinen Mord zu vertuschen, zerstückelt er Fiona, verteilt ihre sterblichen Überreste auf diverse Tupperdosen und bewahrt ihren Kopf im Kühlschrank auf. Jerry ist erneut in seiner Krankheit gefangen, ein Teufelskreis, aus dem ihn womöglich nur die ehrlich an ihm interessierte Kollegin Lisa (Anna Kendrick) befreien kann.

Marjane Satrapi die bisher mit den autobiographischen Filmen Persepolis und Huhn mit Pflaumen ihr Können als Regisseurin bewiesen hat, schafft mit The Voices einen skurrilen Film und eine äußerst ambivalente Hauptfigur. Ryan Reynolds kann zeigen was er als Schauspieler drauf hat und setzt gekonnt einen Charakter um, der zwischen verrücktem Serienmörder und unschuldigem Jungen hin und her springt. Satrapi bleibt ihrem oftmals absurden Humor und dem Thema des Spiels, zwischen Phantasie und Realität treu.  Der Film ist bunt wie ein 60er Jahre Musical (an diese Beschreibung muss man vor allem beim Ende des Films denken) und kreiert eine filmische Mischung aus Komödie und Psychothriller, die man in dieser Form noch nicht gesehen hat.

Ein herrlich kurioser Film, der einen schmunzelnd und etwas irritiert aus dem Kino gehen lässt und jedem Fan von ironischer Komik und Suspense zu empfehlen ist.

CREDITS

Originaltitel The Voices

Land USA/Deutschland

Filmlänge 103 Minuten    

Jahr 2014    

Kinostart AUT 01. Mai 2015    

Genre Thriller/Komödie/Krimi    

Regie Marjane Satrapi

Drehbuch Michael R. Perry    

Musik Olivier Bernet    

Kamera Maxime Alexandre

Ton Alexej Ashkenazy, Christian Conrad, Shaul Dover, Lars Ginzel, Daniel Iribarren, u.a.

Schnitt Stéphane Roche

Produktion 1984 Private Defense Contractors, Mandalay Vision, Studio Babelsberg, Vertigo Entertainment

Verleih AUT Polyfilm

DarstellerInnen Ryan Reynolds, Gemma Arterton, Anna Kendrick, Jacki Weaver, Ella Smith, Paul Chahidi, Stanley Townsend, u.a.     

Drehorte Studio Babelsberg, Potsdam, Deutschland / Berlin, Deutschland

Header: Filmstil „The Voices“ © http://d1oi7t5trwfj5d.cloudfront.net/61/74/cead26654912847855172e38302b/the-voices.jpg

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