KINOJUWELEN: Alex Theatre (USA)

Das in Glendale, Kalifornien beheimatete Alexander Theatre, wie es bei seiner Eröffnung am 04. September 1925 hieß, wurde von den Architekten Meyer & Holler entworfen. Die Innengestaltung setzt sich aus griechischen und ägyptischen Elementen zusammen. Das Tickethäuschen ist durch einen langen Fußweg und einen Vorhof von der Lobby getrennt und erinnert an das Grauman´s Egyptian Theatre.

1940 wurde der Name des Kinos auf Alex Theatre verkürzt. Zu verdanken hat das Theater Alexander Langley, dem Sohn von C. L. Langley seines Zeichens Inhaber des West Coast-Langley Theatre Circuit, welche neben dem Alex Theatre auch noch das Raymond Theatre in Pasadena und das Orange Theatre in der Stadt Orange betrieb. Neben der Namensänderung gab es auch Adaptionen, was die Architektur betraf. Der bekannte Theaterarchitekt S. Charles Lee wurde mit dem Neudesign der Fassade beauftragt und ließ einen 30 Meter hohen Art-Deco Turm über dem Eingangsbereich errichten, der mit Neonlichtern bestückt und von einer gespickten, leuchtenden Kugel am oberen Ende vollendet wurde. Eine eckige Marquise zierte nun den Eingangsbereich, auf der in Neonschrift der neue Name des Theaters prangte.

Eröffnet wurde das Alex Theatre als eine Mischung aus Vaudevilletheater und Kino. Begleitet wurden die gezeigten Stummfilme von einer riesigen Wurlitzer-Orgel. Viele große Filme feierten ihr Preview im Alex Theatre, so z.B. „National Velvet“ (1944) und „Going My Way“ (1944), die Stars wie Elizabeth Taylor, Don Ameche und Bing Crosby mit sich brachten, die wiederum zahlreiche Besucher ins Kino lockten.

Einen finanziellen Tiefschlag musste das Kino einstecken, als 1948 ein Feuer im Backstage-Bereich einen Schaden von 150 000 Dollar anrichtete. Von den 1950er Jahren an bis Anfang der 90er zeigte das Alex Theatre vor allem Blockbuster, von „Ben Hur“ (1959) bis „Indiana Jones and the Temple of the Doom“ (1984). 1954 wurden eine größere Leinwand und ein modernes Surround Sound System eingebaut um die aufkommenden Cinemascope-Filme zeigen zu können.

Nach mehr als 60 Jahren wurde nach dem Zeigen von „Terminator 2: Judgment Day“ (1991) am 26. September 1991 der Kinobetrieb eingestellt. Im darauffolgenden Jahr kaufte die Glendale Redevelopment Agency das Gebäude und plante eine 6,5 Millionen teure Revitalisierung des Gebäudes. Nach einer umfassenden Renovierung und Umgestaltung wurde das Alex Theatre am Silvesterabend 1993 neu eröffnet. Es verfügt nun über 1413 Sitzplätze, die in neuer Art und Weise angelegt sind, eine erweiterte Bühne inklusive einer neuen technischen Anlage sowie einer modernen Kinoleinwand.

1996 wurde das Alex Theatre in das National Register of Historic Places aufgenommen un seit 01. Juli 2008 wird es von der Non-Profit-Organisation Glendale Arts geleitet. 2013 wurde mit dem Bau einer 613 m² großen Erweiterung des Backstage-Bereiches begonnen, die im Mai 2014 abgeschlossen war. Der Zubau beinhaltet Umkleideräume, Lager- und Verkaufsräumlichkeiten, einen neuen Lastenaufzug, zusätzliche Gänge und Treppen um den Transport von Bühnenmaterial zu erleichtern und einen neuen Lift für Besucher.

Seit 1993 bietet das Alex Theatre Performing Arts & Entertainment Center, wie es nun offiziell heißt, ein umfangreiches und vielfältiges Programm, mit rund 250 Veranstaltungen im Jahr, die an die 100 000 Besucher anlocken. Das Angebot reicht von klassischen und zeitgenössischen Konzerten, über Theater-, Tanz-, Comedy- und Charity-Veranstaltungen hin zu TV- und Film-Produktionen und Preisverleihungen. Weiters nennen viele Gruppen und Vereine das Alex Theatre ihr Zuhause: das Glendale Youth Orchestra, die Musical Theatre Guild, das Los Angeles Chamber Orchestra und die Alex Film Society. Letztere veranstaltet regelmäßig Classical Film Events, bei denen auch oft berühmte Gäste eingeladen werden. So gibt es jedes Jahr am Thanksgiving Wochenende ein „Three Stooges Screening Event“, welches von Kindern und Enkelkindern der Stooges-Darsteller besucht und mit gestaltet wird. Begleitet werden die Veranstaltungen zu alten Filmen von Live-Konzerten der Filmmusik und dem Zeigen alter Fotos. Für Fans des Theaters, das dieses Jahr sein 90-jähriges Bestehen feiert, gibt es Führungen im Backstage-Bereich, bei denen man alles über dieses wunderschöne Kinojuwel und seine Geschichte erfahren kann.

Neonschilder über dem Eingang © Metron4, https://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/7/74/Alex-03.jpg

Neonschilder über dem Eingang © Metron4, https://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/7/74/Alex-03.jpg

Alex Theatre Homepage 

Alex Theatre Facebook 

Header: Blick auf Bühne und Auditorium © http://ww1.experiencela.com/uploads/20040325140723-P1.jpg

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