Macbeth

Die Anführer des schottischen Heeres Macbeth und Banquo werden am Schlachtfeld, auf dem sie soeben gesiegt haben, von drei Hexen heimgesucht. Diese prophezeien Macbeth, dass er nicht nur zum Thane of Cawdor ernannt, sondern auch der nächste König von Schottland sein wird. Banquo hingegen soll der Vater künftiger Könige sein. Die beiden glauben der Weissagung zunächst nicht, bis Macbeth von einem Boten erfährt, dass der ehemalige Thane of Cawdor wegen Verrat hingerichtet und Macbeth von König Duncan zum neuen Thane ernannt wurde. Macbeth, der nun beginnt an die Prophezeiung zu glauben, erzählt seiner Frau davon. Dieser steigt die Aussicht Königin zu sein zu Kopf und sie erklärt ihrem Mann, dass der einzige Weg um König zu werden die Ermordung von Duncan ist. Macbeth hadert mit sich, ist Duncan doch ein gütiger König der ein solches Ende nicht verdient hat. Doch am Ende siegt der Wunsch nach Macht und Macbeth begeht das blutige Verbrechen. Duncans Sohn flieht aus Angst, nachdem er Macbeth mit der Mordwaffe in der Hand erwischt und somit ist der Weg frei für Macbeth. Doch der Mord an Duncan ist der Beginn von Macbeths Paranoia und seinem Rachefeldzug gegen alle, die ihm als König gefährlich werden können.

Nach William Shakespeares Vorlage erschafft Justin Kurzel eine düstere, blutige und kraftvolle neue Interpretation eines der bekanntesten Stücke der Literaturgeschichte. Der Anfang reißt einen sofort hinein in diese kalte Welt, in der das Unglück langsam seinen Lauf nimmt: tonlose Zeitlupe wechselt sich ab mit den ohrenbetäubenden Geräuschen einer Schlacht im Schottland des 11. Jahrhundert. Man fühlt sich auf der einen Seite in die Zeit Macbeths zurück versetzt, mit ihren grauen Burgen und Kathedralen und den kargen Landschaften. Auf der anderen Seite schafft es Kurzel, gerade bei Shakespeares dunkelstem Stück dessen Worte, die wohl nie an Aktualität verlieren werden zu neuem Leben zu erwecken. Nicht nur die schlichte Kulisse, sondern auch die schauspielerische Wucht gibt diesem Film seine spektakuläre Kraft. Allen voran Michael Fassbender als Macbeth, der den steigenden Wahnsinn auf brillante Weise auf die Leinwand bringt. Ein Muss, nicht nur für Shakespeare-Fans, sondern für alle die intensives, sprach- und bildgewaltiges Kino lieben.

CREDITS

Originaltitel Macbeth

Land Großbritannien/Frankreich/USA

Filmlänge 113 Min

Jahr 2015    

Kinostart AUT 30. Oktober 2015

Genre Drama

Regie Justin Kurzel

Drehbuch Jacob Koskoff, Michael Lesslie, Todd Louiso, nach einem Stück von William Shakespeare

Musik Jed Kurzel

Kamera Adam Arkapaw

Ton Gilbert Lake, Alastair Sirkett, Markus Stemler, u.a.

Schnitt Chris Dickens

Kostüm Jacqueline Durran

Produktion See-Saw Films, DMC Films

Verleih AUT Constantin Film

DarstellerInnen  Michael Fassbender, Marion Cotillard, David Thewlis, Sean Harris, Jack Reynor, David Hayman, Elizabeth Debicki, u.a.

Drehorte  Bamburgh Castler, Nothumberland, GB / Isle of Skye, Schottland, GB / Surrey, GB / Richmond, Virginia, USA / u.a.

Header: Filmstill Macbeth © http://www.telegraph.co.uk/content/dam/film/Cannes-Festival/macbeth_edit-xlarge.jpg

2 Gedanken zu “Macbeth

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