James Bond 007 – Spectre

Die verstorbene M hat James ein Video hinterlassen, mit dem Namen eines weiteren Zahnrädchens im großen kriminellen Getriebe, das hinter den Morden steht, die James verfolgen. Da er auf seinem Rachefeldzug wie gewohnt alles in Schutt und Asche zurücklässt, wird er von Ms Nachfolger an der kurzen Leine gehalten. Nur Moneypenny und Q wissen darüber Bescheid, wo die Reise hingeht. Die Spur führt zu Vater und Sohn Oberhauser, die angeblich vor vielen Jahren durch ein Lawinenunglück ums Leben kamen. Doch wie so oft ist nichts, wie es scheint und die, die zu viel wissen sind in Gefahr. Auf der Suche nach mehr Informationen, die zum Kopf einer riesigen geheimen Verbrecherorganisation führen sollen, trifft er auf Mr. White, dem er im Gegenzug für seine Hilfe verspricht, seine Tochter Madeleine Swann zu beschützen. James merkt, dass er der Wahrheit immer näherkommt, denn die Menschen, die ihm nach dem Leben trachten häufen sich, alle ausgeschickt von einem Mann, der die Fäden zieht.

Jedem der Skyfall gesehen hat, war klar, dass es jeder nachfolgende Film sehr schwer haben wird, um mit diesem düsteren, dichten und packenden Teil der Bond-Saga mitzuhalten. Regisseur Sam Mendes wählt für den Nachfolger Spectre einen guten Kontrast, denn der Film ist eindeutig leichter und humorvoller. Auch wenn Daniel Craig nach wie vor der unverwüstlichste und toughste Bond aller Zeiten ist, darf er nun eine stärkere Prise des guten alten 007-Humors auflegen und Naomie Harris als Moneypenny ist eine wunderbare Begleitung auf diesem Weg, vor allem da die Chemie zwischen den beiden stimmt. Die erste Hälfte des Films ist spannend und rasant, der zweiten Hälfte fehlt es jedoch an Pfeffer. Spectre fällt zu stark in das klassische Bond-Schema, ohne dabei viele Twists in der Geschichte bereitzuhalten. Die Abwechslung aus dem Ankommen in einer neuen Szenerie und der nachfolgenden Auseinandersetzung wird irgendwann eintönig und auch der Witz lässt leider nach. Zudem hätte man aus dem Oberbösewicht noch etwas mehr machen können, vor allem wenn man so einen wunderbaren Schauspieler wie Christoph Waltz zur Verfügung hat. Spectre ist ein rasantes und unterhaltsames Actionspektakel, doch entweder hätte man ein paar Minuten der 2 ½ Stunden schneiden sollen oder etwas mehr aus dem an sich interessanten Stoff machen sollen. Trotzdem kommen Bond-Fans auf ihre Kosten und sollten sich Mr. Craig, der sogar in maßgeschneiderten Tom Ford-Anzügen Verfolgungsjagden übersteht, nicht entgehen lassen.

CREDITS

Originaltitel James Bond 007 – Spectre

Land Großbritannien/USA

Filmlänge 148 Min

Jahr 2015    

Kinostart AUT 05. November 2015

Genre Action, Thriller, Abenteuer

Regie Sam Mendes

Drehbuch John Logan, Neal Purvis, Robert Wade, Jez Butterworth, nach Ideen von Ian Fleming

Musik Thomas Newman, Titelsong gesungen von Sam Smith

Kamera Hoyte Van Hoytema

Schnitt Lee Smith

Kostüm Jany Temime

Ton Christopher Assells, Per Hallberg, Ando Johnson, u.a.

Produktion B24, Columbia Pictures, Danjaq, Eon Productions, Metro-Goldwyn-Mayer

Verleih AUT Sony

DarstellerInnen Daniel Craig, Christoph Waltz, Léa Seydoux, Ralph Fiennes, Naomie Harris, Ben Whishaw, Monica Bellucci u.a.

Drehorte  Mexico City, Mexiko / Rom, Italien / Grünwald Resort, Sölden, Österreich / Obertilliach, Österreich / Altaussee, Österreich / Tangier, Marokko / London, Großbritannien / u.a.

Header: Promobild Spectre © http://im.ziffdavisinternational.com/t/ign_de/blogroll/f/first-full/first-full-james-bond-spectre-trailer-arrives-tomo_qvrr.1920.jpg

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