KINOJUWELEN: Watershed Cinema (UK)

Das heutige Watershed Cinema in Bristol wurde in den 1970er Jahren als Arts Centre und erstes British Film Institute’s Regional Film Theatre am King Square eröffnet. Obwohl das Theater mit Enthusiasmus geführt wurde, hatten die Besitzer mit zu wenig Budget und dem zunehmenden Verfall des Gebäudes zu kämpfen.

In den 1980er Jahren investierte die Stadt in die Sanierung der Hafengegend und in Zusammenarbeit mit dem British Film Institute, der JT Group und dem British City Council wurde das Watershed Cinema in seiner heutigen Heimat einquartiert, einem mittlerweile geschützten historischen Bauwerk am Beginn des Hafens von Bristol. Das Sponsoring des Theaters wurde gesichert und der Schwerpunkt auf Film und Fotografie gelegt. 1982 wurde das Kino nach der Umsiedelung wiedereröffnet und betitelte sich selbst als „Britain’s First Media Centre“, das sich mit den Umbrüchen der Medienwelt durch das Aufkommen des Satelliten-Fernsehens auseinandersetzte.

Durch ein Capital Development-Programm wurden 3,5 Millionen Pfund in das Theater investiert um es in den 2000er Jahren auf den neuesten Stand zu bringen. Über die Online-Plattform DShed teilt das Watershed Cinema seine zahlreichen Programme, Special Events, Q & A’s und lokale Talente.

Heute beherbergt das Watershed Cinema drei Kinosäle, ein großes lichtdurchflutetes Café, flexible Konferenz- und Event-Räumlichkeiten und das Pervasive Media Studio, ein Forschungs- und Kreativzentrum in dem an die 100 Künstler, Technologen und Akademiker zusammen die Zukunft mobiler und drahtloser Medien mitgestalten.

WatershedCinema_Fassade01 (c) europa-cinemas.org

Die schicke Fassade des Watershed Cinema im Hafen Bristols © europa-cinemas.org

WatershedCinema_Eingang01 (c) visitbristol.co.uk

Der Eingangsbereich des Kinos © visitbristol.co.uk

WatershedCinema_Kinosaal01 (c) Watershed Cinema

Blick auf einen der Kinosäle des Watershed Cinema © Watershed Cinema

WatershedCinema_Café01 (c) coolplaces.co.uk

Das gemütliche Café des Kinos © coolplaces.co.uk

Watershed Cinema Webseite

Watershed Cinema Facebook

Header: Das Watershed Cinema bei Nacht © europa-cinemas.org

 

KINOJUWELEN: Enzian Theater (USA)

Das Enzian Theater in Maitland, Florida wurde 1985 von Tina Tiedtke und ihrer Familie gegründet und besteht bis heute als Non-Profit-Kino, dessen Ziel es ist alternative Filme zu zeigen und die Gemeinschaft über das Medium Film zusammen zu bringen.

In den 80er Jahren begann man damit zwischen sechs und zwölf klassische Filme pro Woche und gelegentliche Live-Shows zu präsentieren. 1989 entschied man sich zu dem gewagten Schritt, aktuelle Independent-Filme zu zeigen. Als einziges Kino der Gegend mit einem solchen Programm, war der Umstieg jedoch ein voller Erfolg. Durch die beständige Unterstützung lokaler Filmliebhaber, ist das Enzian Theater bis heute eines der erfolgreichsten Art House-Kinos Floridas.

Umgeben von 400 Jahre alten Eichenbäumen und einem wunderbaren Garten ist das Enzian Theater nicht nur ein äußerst charmantes Kino sondern auch die Heimat der Eden Bar und des Florida Film Festivals.

Das Programm umfasst zahlreiche unterschiedliche Kategorien: Feature, Special Programs, Cult Classics, Popcorn Flicks in the Park, Ballet on the Big Screen, Science on Screen, Peanut Butter Matinee Family Film, Midnight Movies, Music Mondays, Book to Big Screen, National Theatre Live und Saturday Matinee Classics.

Das Kino finanziert sich vor allem durch die Beiträge der Mitglieder der Enzian Film Society.

EnzianTheater_Fassade02 (c) TripAdvisor

Das charmante Enzian Theater mit klassischer Anzeigentafel und gemütlicher Beleuchtung © TripAdvisor

EnzianTheater_Kinosaal03 (c) Enzian Theater

Der außergewöhnliche Kinosaal des Enzian Theater © Enzian Theater

EnzianTheater_Kinosaal02 (c) Raleigh Design

Die Neugestaltung des Kinosaals übernahm Raleigh Design © RALEIGH Design

EnzianTheater_EdenBar01 (c) 2017 Orlando Weekly

An der Eden Bar kann man nach dem Kinobesuch bei einem erfrischenden Cocktail über den Film diskutieren © 2017 Orlando Weekly

Florida Film Festival

Das Kino ist umgeben von wunderschönen 400 Jahre alten Eichen © Enzian Theater

Enzian Theater Webseite 

Enzian Theater Instagram

Header: Der Eingangsbereich des Enzian Theater © Granola/cinematreasures.org

Film in Words

Happy Birthday, Colin Firth! Zu seinen Ehren gibt es heute ein Film in Words aus The King’s Speech, für den Firth sehr verdient den Oscar als Bester Hauptdarsteller gewonnen hat. Der Film erzählt die Geschichte König George VI, der angesichts eines der wichtigsten Momente seiner Amtszeit mit Hilfe des Sprachtherapeuten Lionel Logue und dessen ungewöhnlichen Methoden das Stottern überwand.

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Film in Words „The King’s Speech“ © Angela Sirch

Filmstarts der Woche

MEINE COUSINE RACHEL

Meine Cousine Rachel_Sam Claflin, Rachel Weisz (c) 2017 Twentieth Century Fox

Sam Claflin und Rachel Weisz in „Meine Cousine Rachel“ © 2017 Twentieth Century Fox

Als sein Cousin stirbt verdächtigt Philipp dessen neue Ehefrau Rachel. Er versucht ihr und dem perfiden Spiel, das er ihr unterstellt auf die Schliche zu kommen. Doch dabei gerät er selbst immer mehr in ihren Bann und beginnt eine gefährliche Romanze.

KINOSTART 08. September 2017

CREDITS

ORIGINALTITEL My Cousin Rachel LAND Großbritannien/USA LÄNGE 106 Minuten JAHR 2017 GENRE Drama/Romanze REGIE Roger Michell DREHBUCH Roger Michell, basierend auf dem Roman von Daphne Du Maurier KAMERA Mike Eley SCHNITT Kristina Hetherington MUSIK Rael Jones PRODUKTION Kevin Loader VERLEIH AUT abc-films DARSTELLER Rachel Weisz, Sam Claflin, Holliday Grainger, Iain Glen, Simon Russel Beale, Tim Barlow, Bobby Scott Freeman, u.a.

TRAILER

KRITIKEN & BEWERTUNGEN

Rotten Tomatoes: 76/100

Metacritic: 63/100

„It takes at least 15 minutes for Rachel Weisz to appear on screen, but when she does it is a quiet, contained event. Nonetheless, the effect of her face is a payoff akin to an explosion in an action movie.“

Josephine Livingstone/The New Republic

„There’s a sense of simmering rage beneath its fetching surfaces — the ire of a woman who’s been taught that acting in her own self-interest is a subversive act, but who senses freedom so close at hand.“

Alison Willmore/BuzzFeed News

THE CIRCLE

The Circle_Tom Hanks (c) Universum Film

Tom Hanks in „The Circle“ © Universum Film

Die Angestellten des riesigen Konzerns The Circle arbeiten beständig daran die Welt Schritt für Schritt transparenter zu machen. Das alles vermeintlich zum Wohle der Menschheit, den wo es keine Geheimnisse gibt, gibt es keinen Platz für Böses…der Theorie nach zumindest. Firmengründer Eamon Bailey und das Nachwuchstalent Mae sind von der Idee begeistert, doch es gibt auch die Ersten, die ernsthafte Zweifel hegen.

KINOSTART 08. September 2017

CREDITS

ORIGINALTITEL The Circle LAND UAE/USA LÄNGE 110 Minuten JAHR 2017 GENRE Drama/Thriller REGIE James Ponsoldt DREHBUCH James Ponsoldt, Dave Eggers, basierend auf dem Roman von Dave Eggers KAMERA Matthew Libatique SCHNITT Lisa Lassek, Franklin Peterson MUSIK Danny Elfman PRODUKTION Anthony Bregman, Gary Goetzman, James Ponsoldt VERLEIH AUT Constantin Film DARSTELLER Emma Watson, Tom Hanks, John Boyega, Ellar Coltrane, Ellar Coltrane, Glenne Headly, Bill Paxton, u.a.

TRAILER

KRITIKEN & BEWERTUNGEN

Rotten Tomatoes: 17/100

Metacritic: 43/100

„As a satire, The Circle might have been worth a few giggles, but as a deadly serious drama, it’s laughable in an entirely different way.“

David Sims/The Atlantic 

„From its beginning, the movie has difficulty wedding its collage of ideas with a compelling narrative.“

James Berardinelli/ReelViews

DIE BESTE ALLER WELTEN

Die beste aller Welten_Jeremy Miliker, Verena Altenberger (c) RitzlFilm

Jeremy Miliker und Verena Altenberger in „Die beste aller Welten“ © RitzlFilm

Lagerfeuer, den Sternenhimmel beobachten und die große Freiheit genießen – auf den ersten Blick hat Adrian die perfekte Kindheit. Bis zu dem Zeitpunkt wenn sich seine Mutter Helga mit ihren Freunden zurück zieht um sich Heroin zu spritzen. So groß die Liebe und der Zusammenhalt zwischen den beiden auch sind, die Krankheit Sucht ist immer wieder stärker.

KINOSTART 08. September 2017

CREDITS

ORIGINALTITEL Die beste aller Welten LAND Österreich/Deutschland LÄNGE 100 Minuten JAHR 2017 GENRE Drama REGIE Adrian Goiginger DREHBUCH Adrian Goiginger KAMERA Yoshi Heimrath, Paul Sprinz SCHNITT Ingrid Koller MUSIK Lüder Lindau, Michael Pink, Dominik Wallner PRODUKTION Nils Dünker, Wolfgang Ritzberger VERLEIH AUT Polyfilm DARSTELLER Verena Altenberger, Jeremy Miliker, Michael Pink, Michael Fuith, Lukas Miko, Lisa Marie Stoiber, Philipp Stix, u.a.

TRAILER

KRITIKEN & BEWERTUNGEN

„So genau, so detailliert, so spannend und zugleich wahrhaftig zu erzählen, ist eine große Kunst, die Adrian Goiginger vollkommen beherrscht. Er begibt sich in die Perspektive des siebenjährigen Kindes, zeigt eine Welt voll Abenteuer und Wunder, lässt sich auf diese Sicht voll ein, niemals von oben herab, niemals beschönigend, niemals betroffenheits- oder gefühlsduselig“

Harald Mühlbeyer/Berlinale Festivalkritik

EIN SACK VOLL MURMELN

Ein Sack voll Murmeln_Dorian Le Clech, Batyste Fleurial (c) Thibault Grabherr_Quad_Forecast_Gaumont_TF1

Dorian Le Clech und Batyste Fleurial in „Ein Sack voll Murmeln“ © Thibault Grabherr/Quad/Forecast/Gaumont/TF1

Im von den Nationalsozialisten besetzten Frankreich plant die Familie Joffo ihre Flucht aus Paris zu Verwandten nach Südfrankreich. Um den Plan zu verschleiern, werden die beiden Söhne Joseph und Maurice mit 50 Francs in der Tasche vorgeschickt um sich durch die noch freie Zone gen Süden durch zu schlagen. Nach einer wahren Geschichte.

KINOSTART 08. September 2017

CREDITS

ORIGINALTITEL Un sac de billes LAND Frankreich/Kanada/Tschechische Republik LÄNGE 110 Minuten JAHR 2017 GENRE Drama REGIE Christian Duguay DREHBUCH Alexandra Geismar, Benoit Guichard, Christian Duguay, nach dem gleichnamigen Roman von Joseph Joffo KAMERA Christophe Graillot SCHNITT Olivier Gajan PRODUKTION Nicolas Duval Adassovsky, Joe Iacono, Laurent Zeitoun, Yann Zenou VERLEIH AUT Filmladen DARSTELLER Dorian Le Clech, Batyste Fleurial, Patrick Bruel, Elsa Zylberstein, Bernard Campan, Kev Adams, Christian Clavier, u.a.

TRAILER

KRITIKEN & BEWERTUNGEN

Filmstarts: 3,5/5

Moviepilot: 5,9/10

„The movie’s strength is that it follows the rhythm of the boys‘ journey, and mixes the comedy and tragedy well, often in the course of a single scene. The script highlights the brothers‘ resilience, as well as their vulnerability.“

Hannah Brown/Jerusalem Post

„Duguay porträtiert den pfiffigen Jungen durchaus als Helden, der auch den Widerstandsgeist vieler Franzosen, die seinen Weg kreuzen, spiegelt. Aber er verweigert sich jeglicher Übertreibung, was dem schönen, liebevoll inszenierten Film sehr zugute kommt.“

Bianka Piringer/Kino-Zeit

IMMER NOCH EINE UNBEQUEME WAHRHEIT: UNSERE ZEIT LÄUFT

Immer noch eine unbequeme Wahrheit_Al Gore (c) 2017 Paramount Pictures. All Rights Reserved

Al Gore in „Immer noch eine unbequeme Wahrheit: Unsere Zeit läuft“ © 2017 Paramount Pictures. All Rights Reserved

Dave Guggenheims erste Doku über den ehemaligen US-Vizepräsidenten und Präsidentschaftskandidaten Al Gore und sein Engagement für die Themen Umwelt und Klimawandel wurde mit zwei Oscars ausgezeichnet und setzte ein wichtiges Zeichen in Richtung Umdenken. Heute zieht Al Gore nach wie vor mit seiner Informationskampagne durch die Welt und muss sich mit neuen gegnerischen Kräften wie Donald Trump auseinandersetzen. Die Filmemacher Cohen und Shenk ziehen eine neue Bilanz.

KINOSTART 08. September 2017

CREDITS

ORIGINALTITEL An Inconvenient Sequel: Truth to Power LAND USA LÄNGE 98 Minuten JAHR 2017 GENRE Dokumentation REGIE Bonni Cohen, Jon Shenk KAMERA Jon Shenk SCHNITT Don Bernier, Colin Nusbaum MUSIK Jeff Beal PRODUKTION Alison Owen, Harvey Weinstein VERLEIH AUT Constantin Film MIT Al Gore, George W. Bush, Donald J. Trump, Angela Merkel, Barack Obama, John Kerry, Vladimir Putin, u.a.

TRAILER

KRITIKEN & BEWERTUNGEN

Rotten Tomatoes: 78/100

Metacritic: 68/100

„For those of us who need no convincing of the truth of man-made climate change, but find the problem too paralyzingly abstract, Gore’s workmanlike methods are both fascinating, encouraging, and, yes, even a little exciting.“

Emily Yoshida/Vulture

„Some might see the film as lionizing Gore, but it’s a fascinating primer on how to engage and train citizen activists, from the grass roots to the corridors of power.“

Andrea Gronvall/Chicago Reader

 

Außerdem ab dieser Woche im Kino:

SLIPKNOT – DAY OF THE GUSANO – Ab 06.09.

BARRY SEAL – ONLY IN AMERICA – Ab 07.09.

DIE PFEFFERKÖRNER UND DER FLUCH DES SCHWARZEN KÖNIGS – Ab 08.09.

KINOJUWELEN: Metropolis Kino (DE)

Am 10. Oktober 1952 wurde das Metropolis Kino, das nach Plänen der Architekten Johannes Bräger gestaltet wurde unter seinem anfänglichen Namen Dammtor-Theater eröffnet und zeigte als Non-Stop-Kino, das täglich zwischen 9 und 23 Uhr besucht werden konnte an die 100 Vorstellungen pro Woche. Im Laufe der 60er Jahre wechselte das Kino immer wieder seine Besitzer: Ab 1961 wurde es von Syguda als Filmkunsttheater geführt, dann 1969 von Robert Billerbeck übernommen und ab 1971 in Filmtheater Dammtor umbenannt.

Am 13. Oktober 1979 wurde das Kino von der Initiative Kommunales Hamburg e.V. übernommen. Diese eröffnete das Kino unter dem Namen Metropolis und dem gleichnamigen Film wieder. Im Laufe der Jahre wurde das Kino immer wieder renoviert oder technisch auf den neuesten Stand gebracht. So erhielt es 1991 eine neue Bestuhlung. 2008 musste das Metropolis für einige Zeit in die Räume des damals geschlossenen Savoy umziehen, um nötige Umbauarbeiten möglich zu machen. Bei Umbauarbeiten 2011 übersiedelte das Metropolis über die Sommermonate ins Freie und zeigte gegen Spenden Kino auf dem Rathausmarkt.

Das Metropolis wurde am 01. November 2011 in den Räumen des 12-geschossigen Metropolis-Hauses neben der Staatsoper wiedereröffnet. Während des Umbaus hatte man die seit 2007 denkmalgeschützten Originalelemente des Kinosaales eingelagert und dann im Untergeschoss des Neubaus wieder eingebaut. Heute besitzt das Metropolis Kino einen modernen Kinosaal mit 270 Sitzplätzen und einem Dolby Digital 5.1-System.

MetropolisKino_Fassade 01 (c) filmteamcolon.blogspot.de

Die Fassade des Metropolis Kinos © filmteamcolon.blogspot.de

Metropolis-Kino, Hamburg, 2012, Architekt Florian Fischötter

Foyer im Metropolis Kino © Klaus Frahm

Metropolis-Kino, Hamburg, 2012, Architekt Florian Fischštter

Foyer mit Bar © Klaus Frahm

Metropolis-Kino, Hamburg, 2012, Architekt Florian Fischötter

Stiegenhaus des Metropolis Kinos © Klaus Frahm

Metropolis-Kino, Hamburg, 2012, Architekt Florian Fischötter

Der Kinosaal in Grau, Rot un Gelb © Klaus Frahm

Metropolis-Kino, Hamburg, 2012, Architekt Florian Fischötter

Blick auf den Zuschauerraum © Klaus Frahm

Metropolis Kino Webseite

Metropolis Kino Facebook

Header: Blick auf Foyer und Treppenhaus des Metropolis Kinos © Klaus Frahm