KINOJUWEL: Shrine Auditorium (USA)

Das Shrine Auditorium in Los Angeles ist ein KINOJUWEL der Superlative. Es wurde 1925/1926 als Veranstaltungszentrum der Shriners, einer freimaurerischen Organisation erbaut und ist auch als Al Malaikah Temple bekannt. Zum damaligen Zeitpunkt umfasste das Auditorium sagenhafte 6.717 Sitzplätze. Damit ist es auch heute noch mit einer Kapazität von mittlerweile 6.308 Plätzen das größte Theater der USA.

Designed wurde das Shrine Auditorium von John C. Austin und E. M. Edelman, für die Innenarchitektur zeichnete G. Albert Lansburgh verantwortlich. Das Äußere des Theaters erinnert an eine große Moschee mit zwei Türmen, ist rund 8.000 Quadratmeter groß und hatte eine Bauzeit von beinahe zwei Jahren. Das gesamte Gebäude ist unterkellert und bietet Küchen, Übungsräume und andere Backstage-Bereiche. Im Auditorium gibt es Sitzplätze im Parterre und auf einem großen Balkon. Die Decke des Saals ist konstruiert wie ein gigantisches Zelt aus Beton mit fast 60 Metern Durchmesser und einem Gewicht von 1.870 Tonnen. Aus dem Zentrum des Deckenkonstruktes bahnt sich ein riesiger Kristallluster seinen Weg in den Saal: 6 Meter Durchmesser, 8,5 Meter Länge und 500 Glühbirnen in den Farben Weiß, Rot, Blau und Bernstein, die vollständig illuminiert eine Stärke von 64.445 Watt haben.

Ab 1928 wurde das Theater für eine bestimmte Zeitspanne rein als Kino genutzt und diente auch in einigen Filmen wie z.B. King Kong, A Star is Born oder The Bodyguard als Drehort. Das Veranstaltungszentrum war über die Jahre Bühne für zahlreiche berühmte Balletttruppen wie das Kirov Ballett sowie SängerInnen und Bands wie Frank Sinatra, Bruce Springsteen, Michael Jackson, The Beach Boys oder Dionne Warwick. Aufgrund seiner beeindruckenden Grüße war es bereits mehrmals Präsentationsort der Academy Awards, der Grammy´s und der Emmy´s.

1993 wurde das Shrine Auditorium für 15 Millionen Dollar generalsaniert und mit neuem Equipment ausgestattet. Über die Jahre hatte das Gebäude einiges auszuhalten: mehrere Erdbeben, Randale und sogar einen Flugzeugabsturz, als ein unbemannter Navy-Flieger 1947 in das Dach des Theaters krachte. Nichtsdestotrotz steht es noch immer in voller Pracht auf 665 W. Jefferson Boulevard in Los Angeles und präsentiert Konzerte und andere Events.

Hier könnt ihr eine virtuelle Tour durch das Shine Auditorium unternehmen!

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Die Fassade im Stil einer Moschee © Bruce Boehner

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Der Eingangsbereich des Veranstaltungszentrums © Shrine Auditorium

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Blick auf die Bühne des Shrine Auditorium © Shrine Auditorium

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Blick auf den gigantischen Zuschauerraum und den Kristallluster © Shrine Auditorium

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Ansicht des Seitenbalkons © Shrine Auditorium

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Die moderne Expo Hall für Ausstellungen und Events © Shrine Auditorium

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Das Foyer vor der Expo Hall © Shrine Auditorium

Shrine Auditorium Homepage 

Shrine Auditorium Facebook 

Header: Blick auf den Zuschauerraum mit über 6.000 Sitzplätzen © Shrine Auditorium

Film in Words

Happy Birthday, Michael Caine! Der herausragende Schauspieler feierte gestern seinen 84. Geburtstag. Ihm zu Ehren gibt es einen Dialog aus „Gottes Werk und Teufels Beitrag“…für seine Rolle als Arzt Dr. Wilbur Larch gewann er einen Oscar als bester Nebendarsteller.

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Film in Words „The Cider House Rules“ © Angela Sirch

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KINOJUWELEN: Cameo Picturehouse (UK)

Das Cameo Picturehouse in Edinburgh wurde am 08. Januar 1914 als King´s Cinema eröffnet und ist eines der ältesten Kinos Schottlands. Seit seiner Umbenennung in The Cameo 1949 war es ein unabhängig geführtes Kino, das vor allem Art House-Filme zeigt. Seit einigen Jahren gehört es zur Kinokette Picturehouse, läuft aber weiter unter unabhängiger Führung. Das Kino verfügt seit 1992 über drei Kinosäle und bietet die Bühne für das alljährliche Edinburgh Film Festival.

Hinter einer modernen Fassade befindet sich auch heute noch ein kleines Kinojuwel. Die Lobby verfügt über einen Marmorboden und originale charmante Ticket-Häuschen. Das Foyer führt zum Hauptsaal, der in den Innenhof eines Mietshauses gebaut wurde. Dies war eine damals übliche Bauweise für Kinos in Schottland, das Cameo ist jedoch das einzige Filmtheater dieser Art, das heute noch besteht.

Die Leinwand, die im ursprünglichen Kinosaal installiert wurde, war die erste Spiegel-Leinwand, die es in Schottland gab. Der Saal bot 673 Personen Platz und zeigte Stummfilme, die teilweise von einem Live-Orchester begleitet wurden. 1930 wurde das Kino technisch aufgerüstet um von da an auch Tonfilme zeigen zu können. Das Design des Gebäudes wurde bis heute weitestgehend erhalten, lediglich die Sitzplatz-Anzahl wurde halbiert, um mehr Komfort zu schaffen.

1949 hatte Jim Poole das Theater übernommen, der einer Familie entstammte, die bereits mehrere Kinos in Schottland und England besaß. Er übernahm das kleine Filmtheater mit dem undichten Dach und führte es beeindruckende 33 Jahre lang, bis er 1982 in Pension ging. Er hatte das Kino zu neuem Glanz geführt, ein außergewöhnliches Kinoprogramm präsentiert, das die Leute für Filme interessieren konnte, die in den großen Kinos nicht gezeigt wurden und hatte 1963 die erste lizenzierte Kino-Bar eröffnet, die auch Alkohol ausschenken durfte.

Nach seinem Gang in den Ruhestand, war das Kino bis 1986 geschlossen. Der neue Besitzer kaufte angrenzende Shops auf und installierte zwei weitere Kinosäle, die in den frühen 1990er Jahren eröffnet wurden. Der Plan, das Kino in ein Bar-Restaurant umzuwandeln konnte 2005 durch die Kampagne „Save the Cameo“ abgewendet werden. Im September 2006 wurde das Gebäude zudem in das B-Listing von Historic Scotland aufgenommen, was das Interieur des Kinos davor bewahren soll, Modernisierungen zum Opfer zu fallen. Im Januar 2010 wurde das Kino vom Guardian unter die 10 Best Independent Cinemas gewählt.

CameoPicturehouse_Eingang01 (c) whatsonscotland.com

Eingangsbereich des Cameo Picturehouse © whatsonscotland.com

CameoPicturehouse_Eingang02 (c) hopetounsuite.co.uk

Der Eingangsbereich mit den charmanten Ticket-Häuschen © hopetounsuite.co.uk

CameoPicturehouse_Foyer01 (c) allaboutthescones.com

Das elegante Foyer des Kinos © allaboutthescones.com

CameoPicturehouse_Saal01 (c) The Tab

Der große Kinosaal des Cameo Picturehouse © The Tab

CameoPicturehouse_Cafe01 (c) allaboutthescones.com

Die ans Kino angrenzende Bar des Cameo Picturehouse © allaboutthescones.com

Cameo Bar, Lochrin Place, Edinburgh (interior, bar)

Die Theke in der Cameo Bar © brewmook.wordpress.com

Cameo Picturehouse Homepage 

Cameo Picturehouse Facebook

Header: Eingang des Cameo Picturehouse in Edinburgh © corporate.picturehouses.co.uk

Film in Words

Ernst Lubitsch hatte einen sehr feinen Humor, der auch mein persönliches Idol Billy Wilder inspiriert hat. In Wilders Büro hing ein Poster mit dem Spruch „What would Lubitsch do?“…eine Frage, deren Antwort das Leben mit Sicherheit feinsinniger und amüsanter macht 😉

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Film in Words by Ernst Lubitsch © Angela Sirch

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KINOJUWELEN: Regent Street Cinema (UK)

Im Jahr 1848 erbaut und als Teil des Polytechnischen Instituts in der Londoner Regent Street betrieben, war das Kino das erste des Landes. 1896 präsentierte das Filmtheater den Cinematographen der Lumière-Brüder und legte damit den Grundstück für das britische Kino.

Seit 1980 wurde das Kino als Seminarraum der University of Westminster genutzt, jedoch vor einigen Jahren wieder in ein Kino umgewandelt. Heute bietet das Regent Street Cinema ein modernes Auditorium, Lehr- und Ausstellungsräume. Es dient neben seiner klassischen Tätigkeit als Kino auch als Plattform zum Austausch zwischen Filmstudenten und Filmschaffenden.

Es ist eines der wenigen Kinos in Großbritannien, das sowohl 16mm-, 35mm- aber auch 4K Digital-Filme zeigen kann. Nachdem das Regent Street Cinema im Mai 2015 neu eröffnet wurde, präsentiert es heute exklusive Premieren, Retrospektiven, Dokumentar- und Animationsfilme sowie experimentelles Kino. Jeden Samstag gibt es im Kids´ Kino Club Filmklassiker für Kinder und jeden Mittwoch nachmittags Klassiker für erwachsene Kinofans. Wer von Fred Astaire oder Gene Kelly inspiriert ist, kann im Anschluss an einem Tanzkurs teilnehmen.  Besonderes Highlight im Kinoprogramm sind die „Double Bills“, bei denen zwei Filme hintereinander gezeigt werden, die in irgendeiner Form (gleicher Regisseur, gleiches Thema, etc.) zusammenhängen. Wer den Film nach dem Kinobesuch bei einem kühlen Getränk Revue passieren lassen möchte, ist in der hauseigenen eleganten Bar genau richtig.

Hier erfährt ihr noch mehr über die Geschichte dieses charmanten Kinos:

Regent Street Cinema

Eingangsbereich des Regent Street Cinemas © Rob Greig

Regent Street Cinema

Blick auf den Balkon des Kinosaals © Rob Greig

Regent Street Cinema

Blick auf das Auditorium und die Leinwand © Rob Greig

Regent Street Cinema

Die Orgel des Regent Streets Cinemas © Rob Greig

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Die elegante Bar des Kinos © Rob Greig

Regent Street Cinema Homepage 

Regent Street Cinema Facebook 

Header: Die samtbezogenen Sitze des Regent Street Cinemas © Rob Greig