Film in Words

Fred Zinnemann ist ein weiterer Österreicher in Hollywood, dessen Filmsprache ich sehr bewundere. Sein Zitat fasst sehr gut zusammen, warum Zinnemanns Filme so faszinierend sind: Er schafft es Geschichten von außergewöhnlichen Figuren zu erzählen, die sich sehr grundlegenden moralischen Konflikten gegenüber sehen und dennoch dabei zu unterhalten…wie z.B. mit subtiler Spannung in einem meiner Lieblingsfilme: Zwölf Uhr mittags.

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Film in Words Fred Zinnemann © Angela Sirch

Filmstarts der Woche

GUARDIANS OF THE GALAXY VOL. 2

GuardianOfTheGalaxyVol2 (c) The Walt Disney Company France

Zoe Saldana, Karen Gillan, Chris Pratt und Dave Bautista in „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ © The Walt Disney Company France

Die Guardians of the Galaxy, die mittlerweile im gesamten Universum bekannt sind, werden von Ayesha, der Anführerin der Sovereign People, einem Volk von genetisch zur Perfektion veränderten Wesen um ihre Dienste gebeten. Im Gegenzug für die Bekämpfung eines interdimensionalen Monsters, wollen ihnen die Sovereign People die Killerin Nebula aushändigen, die ihrer gerechten Strafe zugeführt werden soll. Doch Rocket stiehlt in alter Manier einige mächtige Batterien, womit der Ärger erst richtig beginnt.

KINOSTART 27. April 2017

CREDITS

ORIGINALTITEL Guardians of the Galaxy Vol. 2 LAND USA LÄNGE 115 Minuten JAHR 2017 GENRE Action/Komödie REGIE James Gunn DREHBUCH James Gunn, basierend auf dem Comic von Dan Abnett und Andy Lanning MUSIK Tyler Bates KAMERA Henry Braham SCHNITT Fred Raskin, Craig Wood PRODUKTION Kevin Feige, David J. Grant, Lars P. Winther VERLEIH AUT Walt Disney Studios DARSTELLER Chris Pratt, Zoe Saldana, Karen Gillan, Dave Bautista,  Bradley Cooper, Vin Diesel, Kurt Russell, u.a.

TRAILER

KRITIKEN & BEWERTUNGEN

Metacritic: 68/100

RottenTomatoes: 86/100

„Will everyone enjoy „Guardians of the Galaxy, Vol. 2″? Of course. But if this franchise is going to survive, the producers of Vol. 3 better invest a bit more in script development and a bit less on explosions.“

Gersh Kuntzman/New York Daily News

„Gunn’s soundtrack picks also come as a surprise and work exceptionally well — there’s a scene where Star-Lord and Baby Groot cozy up while listening to Cat Stevens‘ Father and Son that might find you looking for a hanky underneath your popcorn tub.“

Mark Daniell/Toronto Sun

„For the sequel, writer-director James Gunn has doubled down on all his once-nifty novelties. Strip them away and what remains is a bloated semi-mess.“

Mara Reinstein/US Weekly

„The vibe is corporate, and of the most depressing kind: It’s not enough that you’ve paid for this product. You have to sit through commercials for the next one and the next and the next.“

David Edelstein/New York Magazine – Vulture

DANCING BEETHOVEN

DancingBeethoven (c) LATIDO FILMS TM

Tänzer des Béjart Ballet Lausanne in „Dancing Beethoven“ © LATIDO FILMS TM

Beethovens berühmte 09. Symphonie nach Friedrich Schillers „Ode an die Freude“ ist eine Huldigung des Lebens an sich. Das berühmte Béjart Ballet Lausanne brachte dieses fantastische Werk im Jahr 2015 in Zusammenarbeit mit dem Tokyo Ballet und dem Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Stardirigent Zubin Mehta auf die Bühne. Der Film begleitet die Künstler bei den harten, aber auch inspirierenden Proben.

KINOSTART 28. April 2017

CREDITS

ORIGINALTITEL Beethoven par Bejart LAND Spanien/Schweiz LÄNGE 80 Minuten JAHR 2016 GENRE Dokumentation REGIE Arantxa Aguirre DREHBUCH Arantxa Aguirre KAMERA Rafael Reparaz SCHNITT Valeria Gentile PRODUKTION López-Li Films VERLEIH AUT Polyfilm MIT Óscar Chacon, Julien Favreau, Zubin Mehta, Gil Roman, Malya Roman, Elisabet Ros, u.a.

TRAILER

KRITIKEN & BEWERTUNGEN

Moviepilot: 5,6/10

„Arantxa Aguirre hat mit Dancing Beethoven gleich mehrere dieser überwältigenden Kunstwerke dokumentiert. Und mit grandiosen Vogelperspektiven, faszinierenden Detailaufnahmen und dem berauschenden Spiel mit Schärfe und Unschärfe, Stillstand und Bewegung, Prosa und Poesie auch selbst ein kleines erschaffen.“

Stefan Volk/FilmDienst.de

„Konzentrierte Beobachtungen der Proben und Interviews mit Tänzern, Choreographen und Kulturjournalisten zeichnen Dancing Beethoven als kompetent erzählte dokumentarische Langzeitbeobachtung aus.“

Christian Horn/Programmkino.de

„Dancing Beethoven weiß weder den Ballett-Freak noch den Laien zu überzeugen. […] Das Ergebnis ist ein oberflächliches Brainstorming, das allenfalls als Making-of zu der Aufnahme einer Ballett-Vorstellung geeignet wäre.“

Tom von Arx/outnow.ch

GIMME DANGER

GimmeDanger (c) Mike Barich

Ron Asheton, Iggy Pop und Scott Asheton in „Gimme Danger“ © Mike Barich

Der Dokumentarfilm Gimme Danger von Jim Jarmusch beleuchtet die Geschichte von Iggy Pop und seiner legendären Band The Stooges. Von Aufstieg und Fall der Band in den späten 60er und frühen 70er Jahren, über die Reunion 2003 bis hin zur Aufnahme der Band in die Rock and Roll Hall of Fame im Jahr 2010. Begleitet wird das Porträt der Band von Interviews, Konzertmitschnitten und Grafiken.

KINOSTART 28. April 2017

CREDITS

ORIGINALTITEL Gimme Danger LAND USA LÄNGE 108 Minuten JAHR 2016 GENRE Dokumentation REGIE Jim Jarmusch DREHBUCH Jim Jarmusch KAMERA Tom Krueger SCHNITT Affonso Goncalves, Adam Kurnitz PRODUKTION José Ibánez, Carter Logan, Fernando Sulichin VERLEIH AUT Constantin Film MIT Iggy Pop, Ron Asheton, Scott Asheton, James Williamson, Steve Mackay, Mike Watt, Kathy Asheton, u.a.

TRAILER

KRITIKEN & BEWERTUNGEN

Metacritic: 72/100

RottenTomatoes: 95/100

„Chronologically charts the chaotic rise, fall and reunion of shirtless Iggy Pop and his grungy, volatile crew of iconoclastic Michigan punks who wowed the critics but disappointed the record companies.“

Brad Wheeler/Globe and Mail

„Iggy Pop, the band’s front man and the only member to graduate to a solo career, is a source of endless hilarity as he recalls the band’s grungy beginnings and lurching journey through the music business.“

J. R. Jones/Chicago Reader

„Gimme Danger is more than carried by the colourfulness of its story and characters, and by the bold essay-like thesis that The Stooges — now firmly ensconced in the Rock and Roll Hall of Fame — were the greatest rock band of all time.“

Jim Slotek/Toronto Sun

„An important addition to our understanding of early ’70s anarchy.“

Joshua Rothkopf/Time Out

DIE ZEIT DER FRAUEN

DieZeitDerFrauen (c) SHIVALAYA ENTERTAINMENT, CA, USA

Lehar Khan, Radhika Apte, Surveen Chawla und Tannishtha Chatterjee in „Die Zeit der Frauen“ © SHIVALAYA ENTERTAINMENT, CA, USA

Drei Frauen und ein Mädchen in einem kleinen indischen Dorf teilen eine Gemeinsamkeit: sie alle leiden unter dem patriarchalischen System, dass keinen Raum für eigene Lebenspläne lässt. Eine Witwe, die jugendliche Gattin ihres Sohnes, eine Frau, die sich nichts sehnlicher wünscht als Mutter zu werden und eine Prostituierte – ihrer aller Leben verändert sich durch die Ereignisse einer Nacht.

KINOSTART 28. April 2017

CREDITS

ORIGINALTITEL Parched LAND Indien/Großbritannien/USA LÄNGE 116 Minuten JAHR 2015 GENRE Drama REGIE Leena Yadav DREHBUCH Leena Yadav, Supratik Sen MUSIK Hitesh Sonik KAMERA Russell Carpenter SCHNITT Kevin Tent PRODUKTION Leena Yadav, Aseem Bajaj, Ajay Devgn, Rohan Jagdale, Gulab Singh Tanwar VERLEIH AUT Thimfilm DARSTELLER Tannishta Chatterjee, Radhika Apte, Lehar Khan, Surveen Chawla, Dinesh Pradhan, Farrukh Jaffar, Riddhi Sen, u.a.

TRAILER

KRITIKEN & BEWERTUNGEN

Metacritic: 67/100

RottenTomatoes: 94/100

„A bright jewel of a film, surprisingly funny, fresh and upbeat in the way it takes on the complicated and often dark topic of sexual politics in rural India.“

Katie Walsh/Los Angeles Times

„‚Parched‘ is vibrantly alive, full of color and light and movement and music. There is sex in this movie, and there is dancing, and there are vibrant fabrics and foods and fire. It’s a dry place, but one ringed with beauty.“

Alissa Wilkinson/RogerEbert.com

„Despite the appalling circumstances and events it depicts, the movie’s plain and unstinting affection for its lead characters gives „Parched“ a frequently buoyant tone.“

Glenn Kenny/New York Times

„Thanks to attentive writing and sturdy performances, the director’s characters are so compellingly realized that it’s easy to succumb to the film’s hopefulness.“

Nick Schager/Variety

CINEMA FUTURES

CinemaFutures (c) Mischief Films

Filmstil aus „Cinema Futures“ © Mischief Films

Filmschaffende wie Martin Scorsese und Christopher Nolan, Museumskuratoren, Historiker und Techniker zeichnen in diesem Film Zukunftsszenarien von Film und Kino im Zeitalter digitaler Laufbilder. Cinema Futures geht der Frage nach, ob digitale Formate das Ende von Filmarchiven und dem kollektiven audiovisuellen Gedächtnis bedeuten.

KINOSTART 28. April 2017

CREDITS

ORIGINALTITEL Cinema Futures LAND Österreich LÄNGE 126 Minuten JAHR 2016 GENRE Dokumentation REGIE Michael Palm DREHBUCH Michael Palm MUSIK Michael Palm KAMERA Joerg Burger SCHNITT Michael Palm PRODUKTION Ralph Wieser, Georg Misch VERLEIH AUT Stadtkino MIT Martin Scorsese, Christopher Nolan, Tacita Dean, Apichatpong Weerasethakul, David Bordwell, Tom Gunning, Jacques Rancière, u.a.

TRAILER

KRITIKEN & BEWERTUNGEN

„Leider wird bereits in den ersten Sekunden von „Cinema Futures“ klar, aus welcher Richtung der Wind weht – aus dem fernen Land der Nostalgie mit seinen wohlig warmen Erinnerungen an kindliche Kinoerlebnisse mit flackernden Bildern und alten Super-8-Aufnahmen. So hüllt Palm seine sich letztlich als extrem vielschichtig entpuppende Reise zunächst in den wohligen Mantel eines persönlichen Essays mit einer Kleinkindaufnahme von sich samt Schmetterling und der melancholischen Frage: ‚Wer erinnert sich in 50 Jahren an die Momente, die wir mit unserem Smartphone aufgenommen haben?'“

Tiroler Tageszeitung Online

SIEBZEHN

Siebzehn (c) Edition Salzgeber

Elisabeth Wabitsch in „Siebzehn“ © Edition Salzgeber

Die junge Paula geht zusammen mit ihren besten Freunden Marvin und Kathrin in einem kleinen Dorf in Niederösterreich zur Schule. Die Drei tauschen sich sowohl über Tratsch und Klatsch, als auch über Liebe und Sex aus. Paula etwa ist in eine Klassenkollegin verliebt, die jedoch einen Freund hat, während eine andere Mitschülerin Paula auf rücksichtslose Art zu ihrem Objekt der Begierde macht.

KINOSTART 28. April 2017

CREDITS

ORIGINALTITEL Siebzehn LAND Österreich LÄNGE 109 Minuten JAHR 2016 GENRE Drama/Coming-of-age REGIE Monja Art DREHBUCH Monja Art KAMERA Caroline Bobek SCHNITT Monja Art, Claudia Linzer PRODUKTION Ulrich Gehmacher VERLEIH AUT Filmladen DARSTELLER Elisabeth Wabitsch, Magdalena Wabitsch, Vanessa Ozinger, Daniel Prem, Peter Kubicek, Anaelle Dézsy, Leo Plankensteiner, u.a.

TRAILER

KRITIKEN & BEWERTUNGEN

Moviepilot: 6,3/10

„Flirrend zwischen diskreter Dokumentation und behutsamer Inszenierung erzählt Monja Art in ihrem Spielfilmdebüt von den Verwirrungen der Gefühle in einer Teenager-Schulklasse auf dem österreichischen Land.“

Anke Sterneborg/epdFilm

„Ein tragischer, schwermütiger Liebesfilm ist Siebzehn nun jedoch auch nicht, viel mehr ein genau beobachteter, überzeugend gespielter (Hauptdarstellerin Elisabeth Wabitsch wurde auf dem Max Ophüls-Festival ebenfalls ausgezeichnet.) Film über die ersten Lieben, der ein Publikum jeden Alters verdient.“

Michael Meyns/Programmkino.de

TSCHERNOBYL – CHRONIK DER ZUKUNFT

TschernobylEineChronikDerZukunft (c) filmdelights

Mitwirkende in „Tschernobyl – Eine Chronik der Zukunft“ © filmdelights

Regisseur Pol Cruchten porträtiert in seinem Film, der auf dem preisgekrönten, gleichnamigen Buch von Swetlana Alexijewitsch basiert die Welt von Tschernobyl Jahre nach der Katastrophe sowie die Überlebenden, deren Leben und Identität bis heute von den damaligen Vorkommnissen mitbestimmt wird.

KINOSTART 28. April 2017

CREDITS

ORIGINALTITEL La Supplication LAND Luxemburg/Österreich LÄNGE 86 Minuten JAHR 2016 GENRE Dokumentation REGIE Pol Cruchten DREHBUCH Pol Cruchten, basierend auf dem gleichnamigen Buch von Swetlana Alexijewitsch MUSIK André Morgenthaler, Luma Luma Earthsounds KAMERA Jerzy Palcz, AAC, PSC SCHNITT Dominique Gailieni PRODUKTION Jeanne Geiben, Gabriele Kranzelbinder VERLEIH AUT filmdelights DARSTELLER Dinara Droukarova, Iryna Volostyna, Vitaly Matvienko

TRAILER

SELBSTKRITIK EINES BÜRGERLICHEN HUNDES

SelbstkritikEinesBürgerlichenHundes (c) Grandfilm

Julian Radlmaier in „Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes“ © Grandfilm

Julian hat nicht nur die Abschlussprüfung an der Filmhochschule abgelegt, sondern auch seinen Idealismus. Der Kapitalismus ist nicht zu überwinden, so meint er. Um die Gunst der schönen Camille zu gewinnen versucht er sich jedoch trotzdem als Möchtegern-Kommunist und beginnt auf einer Apfelplantage zu arbeiten, wo er erst recht lernt, wie schwer das Leben im Kapitalismus ist.

KINOSTART 28. April 2017

CREDITS

ORIGINALTITEL Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes LAND Deutschland LÄNGE 99 Minuten JAHR 2017 GENRE Drama/Komödie REGIE Julian Radlmaier DREHBUCH Julian Radlmaier KAMERA Markus Koob SCHNITT Julian Radlmaier PRODUKTION Kirill Krasovski, Andreas Louis VERLEIH AUT Filmgarten DARSTELLER Julian Radlmaier, Deragh Campbell, Beniamin Forthi, Kyung-Taek Lie, Ilia Korkashvili, Johanna Orsini-Rosenberg, Zurab Rtveliasvilli, u.a.

TRAILER

KRITIKEN & BEWERTUNGEN

„Radlmaiers politische Komödie lässt sich in zwei Teile gliedern: Der erste Teil ist ein Meisterwerk und genau die Art von Film, die der deutschen Kinolandschaft fehlt. Der zweite Teil hingegen ist handwerklich schwach und offenbart die Unerfahrenheit des jungen Regisseurs.“

Özgür Anil/film.at

 

 

KINOJUWELEN: Kino Pionier (PL)

Das Kino Pionier in Szcencin, Polen ist eines der ältesten durchgehend betriebenen Kinos der Welt. Bis 1945 trug die Stadt den Namen Stettin und gehörte zu Deutschland. Im Jahr 1907 eröffnete Otto Blauert im Erdgeschoss des Gebäudes Fallenwalder Straße 138/Ecke Hohezollernstraße, heute al. Wojska Polskiego 2 genannt ein Lichtspieltheater mit dem Namen Helios Welt-Kino-Theater. Zwei Jahre später wurde das Kino an Albert Pitzke verkauft.

Am 22. Mai 1909 wurde das Kino unangekündigt von der Baupolizei kontrolliert. Zur damaligen Zeit gab es oftmals durch Vorführapparate verursachte Explosionen, weshalb man die Sicherheitsbestimmungen in den Filmtheatern verbessern wollte. Der Eigentümer, Albert Pitzke wurde verpflichtet einige Mängel zu beheben. Bei dieser Gelegenheit suchte er um eine Vergrößerung des Kinos an. Am 02. September wurde die Erlaubnis hierzu erteilt und bereits ab 08. Oktober 1909 bot das Filmtheater 185 Personen Platz. Vier Jahre später wurden noch 10 weitere Plätze zur Verfügung gestellt. Albert Pitzke wurde im Ersten Weltkrieg von einer Granate tödlich verwundet und seine Witwe Hedwig führte das Kino weiter.

Am 05. Juli 1945 wurde die Stadt Stettin von den sowjetischen Besatzern an Polen übergeben, in Szcencin umbenannt und mit polnischen Bürgern neu besiedelt, die die dort verbliebenen Einrichtungen übernahmen.  Von Dezember 1945 bis Dezember 1950 wurde das Kino unter dem Namen Odra betrieben und in dieser Zeit sogar in einem Gedicht erwähnt: 1947 beschrieb Konstanty Ildefons Galczyński in „Kleines Kino“ das spätere Kino Pionier als das „beste kleine Kino, in dem man alles vergessen kann“.

Heute zeigt das Kino Pionier anspruchsvolle aktuelle Filme aus aller Welt, verfügt über zwei Kinosäle und eine „Kiniarnia“, eine Mischung aus Kino und Café, in der man in Kaffeehaus-Atmosphäre Filme ansehen kann.

KinoPionier_Fassade01 (c) Remigiusz Józefowicz

Fassade und Eingang des Kino Pionier © Remigiusz Józefowicz

KinoPionier_Kinosaal01 (c) szcencin.eu

Einer der Kinosäle im Kino Pionier © szcencin.eu

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Das Café-Kino „Kiniarnia“ © Kino Pionier

KinoPionier_CafeKino02 (c) Kino Pionier

Vintage-Deko an den Wänden des Café-KInos © Kino Pionier

KinoPionier_CafeKino03 (c) szcencin.eu

Café-Kino mit Bar © szcencin.eu

Kino Pionier Homepage 

Kino Pionier Facebook 

Header: Blick auf die Leinwand im Kino Pionier © Kino Pionier

Film in Words

Wer meinem Blog schon eine Zeit lang folgt weiß, dass ich ein großer Fan von Regisseur Billy Wilder bin und „Manche mögen’s heiß“ mein Lieblingsfilm ist 🙂 Vermutlich könnte ich die Kategorie „Film in Words“ mehrere Wochen nur mit Zitaten aus diesem Film füllen, so wunderbar und feinsinnig sind die Pointen. Es könnte also gut sein, dass euch dieser Film hier noch öfter begegnet 😀

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Film in Words „Some Like It Hot“ © Angela Sirch

Filmstarts der Woche

THE FOUNDER

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Michael Keaton in „The Founder“ © splendid-film/Daniel Mcfadden

Ray Kroc ist ein Verkäufer durch und durch. In den USA der 50er Jahre reist er durch das Land und versucht Gastronomen Milchshake-Maschinen zu verkaufen. Als er eines Tages die Großbestellung eines kleinen Fast Food-Ladens namens McDonalds, benannt nach den beiden Brüdern, die ihn führen erhält, sieht er sich das Restaurant genauer an. Er erkennt das Potenzial des Erfolgsrezepts von McDonalds und möchte daraus ein USA-weites Franchise machen. Doch die Brüder McDonalds haben ihre Zweifel.

KINOSTART 20. April 2017

CREDITS

ORIGINALTITEL The Founder LAND USA LÄNGE 115 Minuten JAHR 2016 GENRE Biografie/Drama REGIE John Lee Hancock DREHBUCH Robert D. Siegel MUSIK Carter Burwell KAMERA John Schwartzman SCHNITT Robert Frazen PRODUKTION Don Handfield, Jeremy Renner, Aaron Ryder VERLEIH AUT Einhorn Film DARSTELLER Michael Keaton, Nick Offerman, Laura Dern, John Carroll Lynch, Linda Cardenllini, B. J. Novak, Justin Randell Brooke, u.a.

TRAILER

KRITIKEN & BEWERTUNGEN

Metacritic: 66/100

RottenTomatoes: 84/100

„Keaton is fascinating as Kroc, a bad guy who embodies the American Dream – a man who isn’t necessarily the best or most talented but who’s willing to step on anyone to get ahead.“

Katie Walsh/Tribune News Service

„John Lee Hancock serves up a biopic of McDonald’s king Ray Kroc that is not unlike the restaurant’s product: precisely prepared, brightly packaged, and uncomplicated in its appeal. Or at least, that’s how it goes down much of the time.“

Matthew Lickona/San Diego Reader

„Its omissions and elisions are the result not of natural narrative contours but of open choices, gaping holes, psychological wounds that a filmmaker displays all the more via the elaborate efforts at concealment …“

Richard Brody/New Yorker

„The Founder ends up feeling extremely wishy-washy, unable to scrub the nastiness of Kroc’s success but also incapable of confronting it.“

David Sims/The Atlantic

DIE FRAU IM MOND – ERINNERUNG AN DIE LIEBE

DieFrauImMond (c) StudioCanal

Marion Cotillard in „Die Frau im Mond“ © StudioCanal

Gabrielle ist eine selbstbestimmte und sexuell unbändige Frau, was ihrer Familie und dem Heimatdorf missfällt. Um die junge Frau zur Räson zu bringen, zwingen sie ihre Eltern in die Ehe mit einem Saisonarbeiter. Über Jahre hinweg leidet Gabrielle unter der Tristesse ihrer Ehe bis der mysteriöse Kriegsveteran André in ihr Leben tritt, mit dem sie eine leidenschaftliche Affäre beginnt.

KINOSTART 21. April 2017

CREDITS

ORIGINALTITEL Mal de pierres LAND Belgien/Frankreich LÄNGE 120 Minuten JAHR 2016 GENRE Drama/Liebesfilm REGIE Nicole Garcia DREHBUCH Nicole Garcia, Jacques Fieschi, Natalie Carter, basierend auf einer Geschichte von Milena Agus MUSIK Daniel Pemberton KAMERA Christophe Beaucarne SCHNITT Simon Jacquet PRODUKTION Alain Attal, Annemie Degryse VERLEIH AUT Constantin Film DARSTELLER Marion Cotillard, Louis Garrel, Alex Brendemühl, Maxime Flourac, Francisco Alfonsin, Brigitte Roüan, Victoire Du Bois, u.a.

TRAILER

KRITIKEN & BEWERTUNGEN

„Subtile Blicke und Gesten, eine stimmige, berührende Musik, Bilder von nostalgischer Schönheit, Poesie und eine psychologisch spannungsreiche Dramaturgie prägen [Die Frau im Mond], das raffiniert zwischen Wirklichkeit, Träumen und Halluzinationen oszilliert.“

Kirsten Liese/EchoOnline

„In der Provence der 50er Jahre wird die eigensinnige Gabrielle in die Ehe mit einem Saisonarbeiter gedrängt. Nicole Garcias Melodram »Die Frau im Mond« überzeugt durch altmodische Erzählqualitäten und eine exzellente Besetzung, aus der neben Marion Cotillard der Spanier Alex Brendemühl hervorsticht.“

Gerhard Midding/epdFilm

„In diesem Spiel zwischen Fantasie, Wahn, gesundem Menschenverstand und barmherziger Geduld, das sich intensiv im Zusammenspiel von Alex Brendemühl und Marion Cotillard spiegelt, liegt die große Stärke des Films [Die Frau im Mond], der nahezu beiläufig auch die Veränderung einer verarmten Agrargesellschaft zum kleinbürgerlichen Wohlstand skizziert.“

Wolfgang Hamdorf/FilmDienst.de

„Dieses farbentsättigte Melodram Die Frau im Mond [bleibt] sachlich und kühl, lebt vom Kampf der Figuren und ihrem eher schweigsamen Ringen ihrer zwischen Liebe und Vernunft schwankenden Überlegungen – und ist gerade deshalb umso berührender, weil es damit das Dilemma der in sich und an sich leidenden Figuren so treffend beschreibt.“

Thomas Volkmann/Programmkino.de

CHiPs

CHiPs (c) Peter Iovino_Warner Bros.

Michael Peña und Dax Shepard in „CHiPs“ © Peter Iovino/Warner Bros.

Frank „Ponch“ Poncherello und Jon Baker sind CHiPs – Mitglieder der California Highway Police, kurz CHP genannt. Während Jon versucht sein Leben nach seiner verblassten Karriere als Motocross-Fahrer auf die Reihe zu bekommen und seine Ehe zu retten, hat der sexsüchtige Frauenheld Ponch ein ganz anderes Ziel: Er soll undercover für das FBI einer Gruppe korrupter Polizisten auf die Spur kommen.

KINOSTART 21. April 2017

CREDITS

ORIGINALTITEL CHiPs LAND USA LÄNGE 101 Minuten JAHR 2017 GENRE Action REGIE Dax Shepard DREHBUCH Dax Shepard, basierend auf einer TV-Serie von Rick Rosner MUSIK Fil Eisler KAMERA Mitchell Amundsen SCHNITT Dan Lebental PRODUKTION Ravi D. Mehta, Andrew Panay, Dax Shepard VERLEIH AUT Warner DARSTELLER Dax Shepard, Michael Peña, Kristen Bell, Vincent D´Onofrio, Jessic McNamee, Justin Chatwin, Maya Rudolph, u.a.

TRAILER

KRITIKEN & BEWERTUNGEN

Metacritic: 28/100

RottenTomatoes: 16/100

„A buddy film about overcompensating characters that seems to have also been made by overcompensating comedians.“

Simon Abrams/RogerEbert.com

„It’s not uniquely bad, nor so bad it’s good. It’s factually, quantifiably bad. Overcooked, underdressed, sloppy, indigestible: just your classic crap hamburger of a movie.“

John Semley/Globe and Mail

„While I clearly cannot recommend this film, I have to admit there were a couple of amusing moments.“

Bill Zwecker/Chicago Sun-Times

„Taken purely on its own, Chips is a wretched attempt at an action comedy. I can only imagine how it looks to viewers with emotional investment in the source material.“

Jake Wilson/The Age

EIN DORF SIEHT SCHWARZ

EinDorfSiehtSchwarz (c) Mars Films

Marc Zinga, Bayron Lebli, Médina Diarra und Aïssa Maïga in „Ein Dorf sieht schwarz“ © Mars Films

Der kongolesische Arzt Seyolo Zantoko beschließt im Jahr 1975 das Stellenangebot in einem kleinen französischen Dorf anzunehmen und mit seiner Familie in einem fremden Land einen Neuanfang zu wagen. Doch das Willkommen in Marly-Gomont ist alles andere als herzlich. Die Einwohner haben noch nie zuvor Afrikaner gesehen und setzen alles daran, den Neuankömmlingen das Leben schwer zu machen.

KINOSTART 21. April 2017

CREDITS

ORIGINALTITEL Bienvenue à Marly-Gomont LAND Frankreich LÄNGE 96 Minuten JAHR 2016 GENRE Komödie REGIE Julien Rambaldi DREHBUCH Kamini Zantoko, Benoît Graffin, Julien Rambaldi MUSIK Carter Burwell KAMERA John Schwartzman SCHNITT Robert Frazen PRODUKTION Olivier Delbosc, Pauline Duhault, Marc Missonnier VERLEIH AUT Thimfilm DARSTELLER Marc Zinga, Aïssa Maïga, Bayron Lebli, Médina Diarra, Rufus, Jonathan Lambert, Stéphane Bissot, u.a.

TRAILER

KRITIKEN & BEWERTUNGEN

„Zwar zeigt Ein Dorf sieht schwarz, wie sich persönliche Beziehungen entwickeln, doch die Figuren und deren Handlungen bleiben scherenschnitthaft und stereotyp.“

Marguerite Seidel/FilmDienst.de

„Natürlich ist Julien Rambaldis Film über einen aus Afrika stammenden Arzt, der 1975 eine Praxis in der französischen Provinz übernimmt, hochaktuell. Trotzdem erhebt Rambaldi nie den Zeigefinger. Sein Plädoyer für Toleranz besticht stattdessen durch eine heitere Leichtigkeit und eine feine Ironie.“

Sascha Westphal/epdFilm

SEEING VOICES

SeeingVoices (c) FreibeuterFilm

Mutter und Kind in „Seeing Voices“ © FreibeuterFilm

Für die meisten hörenden Menschen liegt die Welt der Gebärdensprache im Verborgenen. Der Dokumentarfilm Seeing Voices gibt Einblick in den Alltag von vier Gehörlosen zwischen 3 und 42 Jahren. Die Schwierigkeiten eines Lebens zwischen der hörenden und der gehörlosen Welt werden ebenso gezeigt, wie die Magie der Gebärdensprache und der inspirierende Zusammenhalt der Gehörlosengemeinschaft.

KINOSTART 21. April 2017

CREDITS

ORIGINALTITEL Seeing Voices LAND Österreich LÄNGE 90 Minuten JAHR 2016 GENRE Dokumentation REGIE Dariusz Kowalski DREHBUCH Dariusz Kowalski, Dieter Pichler KAMERA Martin Putz SCHNITT Dieter Pichler PRODUKTION Oliver Neumann, Sabine Moser VERLEIH AUT Filmladen MIT Emil Hager, Caroline Hager, Alexander Karla-Hager, Barbara Hager, Helene Jarmer, Ayse Kocak, Barbara Schuster, u.a.

TRAILER

KRITIKEN & BEWERTUNGEN

„Nicht belehrend, dafür stets einfallsreich nähert sich Kowalski seinen charismatischen Protagonisten, verknüpft Seeing Voices die einzelnen Erfahrungen, Ereignisse und Erlebnisse zu einem vielstimmigen und zugleich ganzheitlichen Porträt.“

Michael Pekler/ derstandard.at

„Am besten funktioniert der Film jedoch, wenn er die Interaktion dieser Kulturen zeigt. (…) Dieses Plädoyer für ein Miteinander, für das Verstehen und Respektieren jener, die anders sind als man selbst, ist die stärkste Botschaft des Films.“

Susanne Gottlieb/uncut.at

TOUR DE FRANCE

TourDeFrance (c) Mars Films

Gérard Depardieu und Sadek in „Tour de France“ © Mars Films

Far´Hook, ein 20-Jähriger Rapper aus Paris, hat sich mit seinen rauen Songtexten ein toughes Image aufgebaut, das jedoch diametral seinem ruhigen, klugen Charakter gegenüber steht. Als er in eine Schießerei mit seinem Rap-Konkurrenten Sphinx verwickelt wird, landet er auf der Flucht vor der Haustür von Serge, dem Vater seines Produzenten. Serge hält weder etwas von Rap-Musik noch von Einwanderern, doch die Umstände zwingen das ungleiche Paar auf eine Reise quer durch Frankreich.

KINOSTART 21. April 2017

CREDITS

ORIGINALTITEL Tour de France LAND Frankreich LÄNGE 95 Minuten JAHR 2016 GENRE Drama/Komödie REGIE Rachid Djaidani DREHBUCH Rachid Djaidani KAMERA Luc Pagès SCHNITT Nelly Quettier PRODUKTION Anne-Dominique Toussaint VERLEIH AUT Luna Film DARSTELLER Gérard Depardieu, Sadek, Louise Grinberg, Nicolas Marétheu, Mabô Kouyaté, Raounaki Chaudron, Alain Pronnier, u.a.

TRAILER

KRITIKEN & BEWERTUNGEN

„Das skurrile Roadmovie »Tour de France« über den Trip eines rassistischen Rentners mit einem arabischstämmigen Rapper erhebt sich dank der Darsteller und einer poetisch verspielten Inszenierung über die plumpen Politbotschaften.“

Birgit Roschy/epdFilm

„Rachid Djaïdanis Roadmovie Tour de France um einen Rapper und einen Hobbykünstler bietet pittoreske Momente, doch gelingt es nur selten, Frankreichs Generations- und Geschichts-Wunden in prägnante Bilder zu fassen.“

Patrick Straumann/NZZ

„Die besten Szenen in Tour de France sind solche, die über Hip-Hop- und Street-Life-Klischees hinausgehen und einen tieferen Einblick in die französische Kultur bieten.“

Jordan Mintzer/HollywoodReporter

„Wohin die Reise geht ist ohnehin von Anfang an klar, aber auch die Konflikte […] lösen sich so schnell in Wohlgefallen auf, dass bis zum ziemlich aus der Luft gegriffenen Showdown kaum Spannung entsteht.“

Hendrike Bake/Programmkino.de

THE BYE BYE MAN

THE BYE BYE MAN

Douglas Smith in „The Bye Bye Man“ © STX Productions, LLC. All rights reserved.

Als drei Studenten ein günstiges, großes Haus in Uni-Nähe finden, ahnen sie nicht, dass sie sich das neue Zuhause mit einem übersinnlichen Mitbewohner mit einer düsteren Geschichte teilen. Die Lösung des Rätsels kommt zu spät, denn jeder der den Namen des Wesens ausspricht oder auch nur denkt wird mit einem Fluch belegt, der ihn zum Mörder macht.

KINOSTART 21. April 2017

CREDITS

ORIGINALTITEL The Bye Bye Man LAND USA LÄNGE 96 Minuten JAHR 2017 GENRE Horror/Thriller REGIE Stacy Title DREHBUCH Jonathan Prenner nach einer Kurzgeschichte von Robert Damon MUSIK The Newton Brothers KAMERA James Kniest SCHNITT Ken Blackwell PRODUKTION Trevor Macy VERLEIH AUT Constantin Film DARSTELLER Douglas Smith, Lucien Laviscount, Faye Dunaway, Carrie-Anne Moss, Cressida Bonas, Jenna Kanell, Doug Jones, u.a.

TRAILER

KRITIKEN & BEWERTUNGEN

Metacritic: 37/100

RottenTomatoes: 23/100

„The script teems with horror clichés (scribbled drawings, a creepy kid, the skeptical protagonist looking up the demon’s origins on a library computer), and everything from the acting to the makeup to the special effects is atrocious.“

Leah Pickett/Chicago Reader

„It may be that I’m assessing on a curve because it’s January. But if you miss the slasher icons of old and have little patience for the reboot attempts they get periodically, it’s nice to see at least a worthy attempt to add to that pantheon.“

Luke Y. Thompson/Village Voice

„This movie tries to gaslight you into thinking its central baddie is actually well-thought-out (and is, presumably, worthy of sequels that God willing won’t happen), when really it’s the most generic crap, both in terms of substance and character design.“

Rebecca Pahle/Pajiba

„Come for the creepy atmosphere and stay for Doug Jones, but viewers not expecting too much more will get their matinée money’s worth.“

Kevin A. Ranson/MovieCrypt.com

KINOJUWELEN: Burg Kino (AT)

Das Burg Kino am Opernring 19 in Wien wurde 1912 eröffnet und ist damit eines der ältesten noch immer betriebenen Kinos der Welt. Es war eines der ersten Filmtheater in Österreich, das den Wechsel vom Stumm- zum Tonfilm vollzog. In den 30er Jahren und vor dem Hintergrund des aufkommenden Nationalsozialismus, hatte man keine Angst ein gefährliches Programm zu präsentieren. So zeigten die damaligen Besitzer des Burg Kinos den mittlerweile weltberühmten Film Panzerkreuzer Potemkin, was Störaktionen und Verhaftungen durch die Nazis nach sich zog.

Seit seinen Anfängen ist die Spezialität des Burg Kinos, ausländische Filme in deren Originalsprache zu zeigen. In den Jahren vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde dieser Umstand für die Kinobetreiber immer mehr zum Problem, bis das Kino schließlich arisiert wurde und das Zeigen der Originalfassung von Filmen aus dem Ausland gänzlich eingestellt wurde. Nach dem Krieg wurde das Kino an die rechtmäßigen Inhaber restituiert und man nahm das Programm wie zuvor wieder auf.

Während der 50er, 60er und 70er Jahre war das Burg Kino, abgesehen von Kinos in der Schweiz das einzige Kino im deutschsprachigen Raum, das regelmäßig Filme in Originalfassung zeigte. Ein Großteil der Filme war speziell für die Präsentation in Österreich bestimmt und es waren viele Filme dabei, bei denen es aufgrund eines mangelnden Budgets keine Synchronisation gab. Alle großen Stilrichtungen des Kinos, von Nouvelle Vague bis zu New Hollywood waren im Burg Kino vertreten und es gab exklusive Premieren von Filmen von Großmeistern wie Orson Welles, Billy Wilder, Jean-Luc Godard, Michelangelo Antonioni und Akira Kurosawa. Das Burg Kino trug aber auch maßgeblich dazu bei neuen und zur damaligen Zeit in Österreich unbekannten Talenten wie Woody Allen oder Martin Scorsese eine Bühne zu geben.

Ein besonderes Merkmal des Burg Kinos sind die regelmäßigen Screenings des in Wien gedrehten Films Der Dritte Mann, die sowohl bei Wienern als auch Wien-Touristen sehr beliebt sind.

Seit nunmehr 15 Jahren präsentiert das Burg Kino neben aktuellen Filmen bestimmten Ländern gewidmete Filmwochen, Werkschauen, Diskussionsabende und thematisch zusammenhängende Programme.

Burg Kino Anzeige (c) Rosa Valentina Martino_Burg Kino

Ein Mitarbeiter des Burg Kinos tauscht die Lettern auf der Anzeigetafel über dem Eingang aus © Rosa Valentina Martino

Burg Kino im Wandel der Zeit (c) Burg Kino

Das Burg Kino im Wandel der Zeiten © Burg Kino

Burg Kino Ticketschalter (c) Angelika Lux_Burg Kino

Der Ticketschalter des Burg Kinos © Angelika Lux

BurgKino Bar (c) Angelika Lux_Burg Kino

Popcorn und Co gibt es an der kleinen Bar © Angelika Lux

BurgKino Großer Saal (c) Allen Tsao_Burg Kino

Blick auf den Großen Saal des Kinos © Allen Tsao

Burg Kino Großer Saal 02 (c) Allen Tsao_Burg Kino

Blick auf die überaus bequemen Sitze in einem der Kinosäle © Allen Tsao

Burg Kino Homepage 

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Header: Der Eingang des Burg Kinos am Opernring 19 © DavidSimpson/Cinematreasures.org